Niederlage nach Elfmeterschießen

Traum vom Pokal ist geplatzt

Am Samstagnachmittag verlor der FSV Wacker 90 Nordhausen in einer packenden Partie gegen Oberligist BSG Wismut Gera mit 7:5 nach Elfmeterschießen und ist aus dem Thüringer Landespokal ausgeschieden.

Vor 311 Zuschauern im Geraer Stadion der Freundschaft waren die Nordhäuser von Beginn an spielbestimmend. Nach neun Minuten sorgte Lucas Scholl per Freistoß aus gut 20 Metern für die Wacker-Führung. Danach drückten die Gäste auf das zweite Tor, scheiterten aber ein ums andere Mal am gut aufgelegten Gera-Schlussmann Sabri Vaizov. Nach dem Wechsel wurden die Hausherren mutiger. Lohn war der Ausgleich durch Andreas Luck, der aus acht Metern zum 1:1 traf (55.). Kurz darauf drehte Maximilian Enkelmann mit einem Hammer aus 22 Metern die Partie (64.). 15 Minuten vor Schluss sah Geras Söllner Gelb-Rot. In Überzahl köpfte Jerome Propheter die Gäste mit dem 2:2 noch in die Verlängerung (83.).

Dort sorgte Oliver Genausch für das 2:3 (97.). Gera schien geschlagen. Spätenstens, als der Schiedsrichter nach 99 Minuten auf Elfmeter für Nordhausen entschied. Diesen vergab Joy Lance Mickels, indem er an Vaizov scheiterte. Die BSG Wismut warf daraufhin alles nach vorne und schlug in Unterzahl durch Weis (109.) mit dem 3:3 zurück – zugleich der Stand nach 120 Minuten.

Im Elfmeterschießen vergaben Nils Pichinot und Daniel Hägler für Wacker, während für Gera Frank Müller, Sebastian Dräger, Florian Schubert und Carsten Weis die Nerven behielten und somit für den 7:5-Sieg nach Elfmeterschießen für die faustdicke Überraschung sorgten.

Trainerstimmen

Volkan Uluc (Nordhausen): „Das Ausscheiden ist sehr enttäuschend. Wir haben eine 1:0-Führung mit dem Doppelschlag für Gera aus der Hand gegeben. Auch nach dem 3:2 in der Verlängerung auch einen Elfmeter verschossen. So etwas darf einfach nicht passieren. Das Elfmeterschießen war ein Spiegelbild des Spieles, wo wir die nötige Konsequenz vermissen lassen haben.“

Carsten Hänsel (Gera): „Wir haben heute sehr gut gestanden. Was die Mannschaft in der zweiten Hälfte abgeliefert hat, ist unglaublich. Zunächst haben wir das Spiel gedreht, dann die Gelb-Rote Karte weggesteckt und in der Verlängerung beim Stand von 2:3 noch einen Elfmeter gehalten. Wir hatten die letzten Wochen viel auf die Fresse bekommen. Seit 14 Tagen sind wir jetzt in der Spur. Heute können wir feiern und freuen uns jetzt auf das Halbfinale.“

Aufstellungen

Wismut Gera: Vaizov – Slawik, F. Müller, Dräger, Struß – Nolde, Raßmann (118. Schubert) – Enkelmann, Söllner – Weis, Luck (85. Börner)

Wacker Nordhausen: Rauhut – Schulze, Propheter, Esdorf – Genausch, Sezer (56. Peßolat), Becker, Häußler (70. Hägler) – Scholl (62. Mickels) – Buval, Pichinot