FSV Martinroda - Wacker Nordhause 1:0 (1:0)

Befreiungsschlag verpasst

Wacker unterliegt Martinroda mit 0:1 und verharrt im Tabellenkeller

Zurück und motiviert bis in die Haarspitzen – Paul Kirchner

Als man Halle 96 am vergangenen Spieltag am Rande einer Niederlage hatte, konnte man annehmen, dass Wacker Nordhausen diesen Schwung mit nach Martinroda nehmen würde. Nach 90 erfolglosen Minuten konnte man der Seeland-Elf die Mentalität nicht absprechen, auswärts etwas reißen zu wollen. Doch hochschalten und ins Rollen kommen gelang unseren Jungs nicht wirklich! Lag es womöglich am gewechselten Spielfeld, Paul Kirchner? „Meiner Meinung nach war es extrem schwer für uns, auf dem kleinen Kunstrasenplatz überhaupt Lücken zu finden“ erzählte unser Comebacker nach Spielende.

Dabei fing es am Jubiläumstag der Deutschen Einheit doch für die Gäste so gut an. Mit der Bekanntgabe von Rückkehrer Paul Kirchner brachten die eine positive Grundstimmung mit in den Ilm-Kreis. „Über mein Comeback möchte nicht so viel reden, ich will lieber Taten sprechen lassen“ sagte der 21-Jährige bei seiner Vorstellung. Mit den Taten sollte es gegen Martinroda allerdings noch nicht klappen. „Es war nicht der Einstand, den man sich so vorstellt. Wir hatten uns fest vorgenommen, dort drei Punkte mitzunehmen. Wir bekommen in unsere Drangphase hinein das Gegentor. Es hat uns extrem genervt, die mitgereisten Fans enttäuschen zu müssen und keine Punkte mit nach Hause genommen zu haben! Jetzt heißt es, die nächsten zwei Wochen hart zu arbeiten, um dann gegen Ludwigsfelde endlich den ersten Dreier einzufahren“ so Kirchner.

207 Zuschauer – darunter zahlreiche Gästefans – sahen eine Oberligapartie auf überschaubarem Niveau, die durch einen Freistoß getreten von Benny Hertel bereits in der 34. Minute entschieden wurde.

„Wir hätten womöglich noch drei Stunden lang spielen können und hätten kein Tor geschossen“ gab Marcus Vopel im Post-Match-Interview offen zu. Nach Meinung unseres Kapitäns „waren wir besser im Spiel und hatten mehr Spielanteile. Durch einen Freistoß, der unnötig war, gehen wir kurz vor der Pause unglücklich in Rückstand. In der zweiten Halbzeit waren wir häufig vor dem Tor, haben es leider nicht geschafft, den Ball über die Linie zu bringen. Solche Spiele musst du einfach gewinnen oder mindestens einen Punkt holen!“

Wieder Mittendrin – Leon Gümpel (Bildmitte)

Die Wacker-Elf verpasste gegen Martinroda einen weiteren wichtigen Schritt in die richtige Richtung zu gehen. Die Enttäuschung darüber stand unseren Spielern deutlich ins Gesicht geschrieben.

Aber, es gab auch Positives zu berichten! Neben dem ersten Pflichtspieleinsatz von Paul Kirchner kehrte auch Leon Gümpel nach auskurierter Verletzung für Wacker auf das Feld zurück. „Ich bin froh, dass mein Knie wieder stabil ist und ich wieder auf dem Platz stehen konnte“ erzählt unser Mittelfeldspieler, der in der 40. Minute für Robert Knopp eingewechselt wurde! Gümpel weiter: „Leider hat es gegen Martinroda nicht zu einem Punktgewinn gereicht. Aber ich bin zuversichtlich, dass wir unsere Spiele gewinnen werden!“

Kai Polotzek, der gegen Halle bereits 10 Minuten lang Oberligaluft schnuppern durfte, stand gegen Martinroda in der Startelf und sammelte so weitere, wichtige Spielpraxis für das eigene Selbstvertrauen!

Durch das bevorstehende Pokalwochenende im Landespokal muss sich unsere Mannschaft nun bis zum 18.10. gedulden, um das Ergebnis aus Martinroda im Heimspiel gegen den Ludwigsfelder FC geradezuziehen!

Wacker-Coach Philipp Seeland: „Die Niederlage war ärgerlich und sicherlich auch vermeidbar. Wir haben gut in das Spiel hineingefunden, hatten unsere Ballbesitzphasen und haben versucht, Fußball zu spielen. Es war sicherlich relativ ruppig, die frühe Verletzung von Robert Knopp spielte uns da auch nicht in die Karten. Wir bekommen dann durch Benny Hertel ein direktes Freistoßgegentor, was sicherlich sehr sehenswert war. Danach fanden wir nicht wieder in das Spiel zurück. In der zweiten Halbzeit haben wir mit zwei klaren Spitzen gespielt, um im gegnerischen Strafraum einfach präsenter zu sein. Das ist uns in den ersten 20 Minuten nach Wiederbeginn auch sehr gut gelungen. Wir hatten viele Bälle in die Gefahrenzone, aber nur einen einzigen, wirklich gefährlichen Torabschluss durch Rune-Kjell Litzenberg, wo der Ball auf die Latte tickt. In der Schlußphase haben wir einfach nicht mehr den Druck entwickeln können den es gebraucht hätte, um noch den Ausgleich zu machen. Martinroda hat sich auch in alles reingeworfen und es uns dadurch am Ende schwer macht, die ganz klaren Torchancen herauszuspielen. Unter’m Strich müssen wir die Niederlage akzeptieren. Es war ein wichtiges Spiel, was wir nicht für uns entscheiden konnten. Ein harter Rückschlag, den wir jetzt erstmal wegstecken müssen. Nichts desto trotz richtet sich unser Blick wieder auf das nächste Spiel, dass nicht minder wichtig für uns ist!“

Auf geht’s Wacker! #NurderFSV

Die Wacker-Elf: Valentin Henning (TW), Kai Polotzek, Simran Dhaliwal, Marcus Vopel (C), Hagen Pietsch, Fabian Stix, Rune-Kjell Litzenberg (75. Anton König), Robert Knopp (40. Leon Gümpel), Richard Franz, Konrad Schneider (46. Gabriel Schneider), Paul Hans Kirchner.