Wacker Nordhausen - Ludwigsfelder FC 0:3 (0:0)

„Schwache zweite Halbzeit“

Wacker Nordhausen unterliegt dem Ludwigsfelder FC in Unterzahl mit 0:3 (0:0) 

Platzverweis für Lukas Ortlepp (80.)

Nach einer absolut hergeschenkten zweiten Halbzeit, die aus Nordhäuser Sicht mit den roten Karten für Lukas Ortlepp (wegen Notbremse an Maxim Matucszyk) und Co-Trainer Ingo Görke ihren unrühmlichen Höhepunkt erreichte, muss man diese Niederlage letztendlich als verdient einordnen. Die Gäste aus Ludwigsfelde haben ihre „6-Punkte-Spiele“ gegen direkte Konkurrenten im Abstiegskampf gewonnen, wir bleiben auch am 8. Spieltag sieglos und dürfen die rote Laterne von Jena II übernehmen.

Dabei begannen die ersten 45 Minuten für die Wacker-Elf verheißungsvoll. Allein schon das Erik Schneider wieder im Kader unserer Mannschaft stand, versprühte doch so etwas wie „Jetzt-geht’s-los Stimmung“. Wacker zeigte sich in der Anfangsviertelstunde engagiert und hätte sich nach gut 20 Minuten durch Paul Kirchner auf belohnen können, der nach Eckstoß knapp das Tor verfehlte. Auf der anderen Seite ist es Kevin Künzer, der Valentin Henning zu einer Glanztat zwang. Henning ist es in der Folge zu verdanken, dass Ludwigsfelde vor der Pause nicht noch der Führungstreffer gelang. Die erste Halbzeit verlief durchaus spannend und interessant. Kurz vor dem Seitenwechsel hatte Kirchner die Riesenmöglichkeit zum 1:0 auf dem Schlappen. Doch unser Angreifer verzog und setzte das Runde knapp links neben das Eckige. Torlos ging es in die Kabinen.

Gesenkte Häupter nach der 7. Niederlage

Mit einer kalten Dusche durch das 0:1 durch Steven Marx begannen die zweiten 45 Minuten für die Hausherren. Und es sollte noch dicker kommen. Ludwigsfelde legte durch Kevin Künzer wenig später nach. Das ging natürlich alles viel zu einfach und war dann schon die frühe Vorentscheidung. Unsere Mannschaft lief ihren Oberligaambitionen in der Folge weiter und weiter hinterher. Der Wille, sich gegen die drohende siebte Saisonniederlage zu stemmen, war der Seeland-Elf nicht abzusprechen. Es fehlten jedoch die spielerischen Akzente, um durch einen Anschlusstreffer womöglich nochmals den Fuß in die Tür dieses Spiels zu bekommen.

Ludwigsfelde kam auf dem immer tiefer werdenden Geläuf im Albert-Kuntz-Sportpark sehr gut zurecht. Sie agierten nicht wirklich furchteinflößend und spielten auch nicht alles in Grund und Boden. Trotzdem hatten sie im zweiten Durchgang die Zügel fest in der Hand und machten in der Schlußphase durch Christopher Lemkes Strafstoß den Deckel auf ein aus unserer Sicht ernüchterndes Spiel, dass Fragen offen und die 360 Zuschauer zwiegespalten zurücklässt.

Wacker-Coach Philipp Seeland: „Wir hatten uns deutlich mehr vorgenommen als das, was am Ende dabei herausgekommen ist! In der Anfangsviertelstunde waren wir ganz gut im Spiel und konnten das umsetzen, was wir geplant hatten. Uns gelangen mit Robert Knopp und Paul Kirchner zwei gute Abschlüsse, wo wir uns allerdings nicht mit einem Tor belohnen konnten. Danach war Ludwigsfelde besser drin in der Partie und hatte gute Möglichkeiten. Wo uns dann Valentin Henning durch starke Paraden den Rücken stärkt und das Unentschieden festhält. Die beiden schnellen Gegentore nach der Pause, bedingt durch individuelle Fehler im Abwehrhalten, bedeuten dann ganz klar den Genickbruch für uns. Nach dem 0:2 hat man dann auch gemerkt, dass das Gefüge ein wenig auseinandergebrochen ist. Auch das Selbstbewusstsein war nicht mehr da. Dementsprechend haben wir uns extrem schwer getan. Hinzu kommt die rote Karte wegen Notbremse von Lukas Ortlepp. Mit der Aktion war dann klar, dass wir das Spiel punktetechnisch nicht mehr gestalten können. Der Elfmeter zum 0:3 war dann sicherlich nicht mehr ausschlaggebend. So stehen unterm Strich Null Punkte und vor allem eine schwache zweite Halbzeit. Wir werden weiterhin intensiv arbeiten, müssen allerdings schauen, dass wir am kommenden Wochenende die gesperrten Spieler ersetzen können. Dann geht’s in Eilenburg gegen einen sehr starken Gegner ins nächste Spiel, wo wir als Underdog trotzdem zeigen können, was wir auf dem Kasten haben!“

Die Wacker-Elf: Valentin Henning (TW), Leon Gümpel, Simran Dhaliwal, Fabian Stix, Marcus Vopel (C), Paul Kirchner, Richard Franz, Robert Knopp (71. Lukas Ortlepp), Rune-Kjell Litzenberg (65. Kai Polotzek), Hagen Pietsch (71. Anton König), Konrad Schneider.

Tore: 0:1 Steven Marx (47.), 0:2 Kevin Künzer (50.), 0:3 Christopher Lemke (86. FE).