14. Spieltag NOFV-Oberliga Süd 2019/2020

„Halle auswärts ist nicht das einfachste Pflaster!“

Die Seeland-Fäuste nach dem 3:1 gegen den FSV Martinroda!

„Es war ein extrem wichtiger Sieg, hat man dem ein oder anderen auch deutlich angesehen“ so die Aussage ein Wackerfans nach dem Heimerfolg vom vergangenen Wochenende. Die Seeland-Elf konnte Martinroda im „Nebelspiel“ von Nordhausen mit 3:1 besiegen. Treffender formuliert wäre „mit 3:1 bezwingen“. Denn es war ein Sieg des Willens, ein Kraftakt, mit dem man dem Gegner niederrang. Trotz des wabernden Nebels auf dem Platz behielten die Wackeren ihr Ziel, die Punkte im Südharz zu behalten, fest im Blick. Dafür wurde gekratzt, gebissen, gefightet und schlussendlich auch gewonnen! Wie wertvoll diese Punkte dann letztendlich waren, wird sich bereits am Sonnabend zeigen, wenn unsere U23 im HWG-Stadion am Zoo auf den VfL 96 Halle trifft. Die nächste schwere Aufgabe, die es für den Tabellenelften aus Nordhausen beim letzten Auswärtsspiel der Hinrunde zu lösen gilt. Die Hallenser weisen nach 13 Spieltagen eine identische Bilanz auf wie ihr kommender Gegner. Fünf Siege, drei Unentschieden und fünf Niederlagen ist die bisherige Ausbeute des Vereins für Leibesübungen aus dem Jahre 1896, der als ältester Sportverein der Stadt Halle an der Saale gilt. Nach dem Auftaktsieg im „Nachbarschaftsduell“ gegen International Leipzig und der Niederlage gegen ex-Regionalligist FC Oberlausitz Neugersdorf blieb die Mannschaft von Cheftrainer René Behring in der Liga fünfmal ungeschlagen. Der kalten 0:5-Dusche beim VFC Plauen folgten dann erneut zwei nicht verlorene Partien. Gegen Krieschow, Aufsteiger Grimma und zuletzt in Luckenwalde gab es für die „96er“ außer Erfahrung allerdings nichts zu holen, sodass die Hausherren mit der Bürde von drei Pleiten am Stück in die Begegnung gegen die zweite Vertretung von Wacker Nordhausen gehen müssen.

In Halle Lehrgeld bezahlt! Marcus Vopel nach der 1:4-Pleite miesepetrig

In der vergangenen Saison gab Nordhausen das Spiel im HWG-Stadion am Zoo trotz 1:0-Führung durch Paul Kirchner komplett aus der Hand. Tommy Kind und Max Zimmer schnürten damals einen Doppelpack beim 4:1-Heimsieg über den Oberliganeuling aus dem Südharz. Während Zimmer seinem Arbeitgeber weiterhin treu blieb, geht Kind mittlerweile in der Regionalliga Nordost für BSG Chemie Leipzig auf Torejagd. Schmerzlich vermissen werden die „96er“ sicherlich auch Innenverteidiger Tommy Barth, der nun in Thüringen beim FC Einheit Rudolstadt aktiv ist. Zu den Sommertransfers des VfL 96 Halle zählen u.a. Linksaußen Georgios Tsipis (TSG Neustrelitz) sowie die Herren Stamer (Torwart), Dabel, Klitscher und Böhne, die ablösefrei von Ligakonkurrent Askania Bernburg an die Saale wechselten. Bei seinem zweiten Einsatz für Wacker Nordhausen II durfte er gegen Halle 96 von Beginn an ran und zahlte das in ihn gesetzte Vertrauen gleich mit seinem ersten Oberligator zurück. „Ich kann mich noch sehr gut daran erinnern. Es war mein erstes Tor für Wacker“ erzählt Paul Kirchner, bei dem die Erinnerung daran noch omnipräsent ist. Angesichts der Tatsache, dass die Führung damals am Ende nicht zu drei Punkten gereicht hat, „ist es wichtig, dass wir am Samstag von Beginn an ein gutes Spiel abliefern! Wir wollen natürlich auch in den letzten drei Spielen vor der Winterpause punkten, um die bis dahin mehr oder weniger schlechte Hinrunde vergessen zu machen“ erklärt der 20-jährige Mittelstürmer im Vorgespräch.

Erstes Tor im Wackerdress – Paul Kirchner in Halle (12.08.18)

An Marcus Vopel geht die Frage, ob die Batterien nach dem Kraftakt vom Wochenende schon wieder komplett aufgeladen sind? „Na klar! Der Sieg war enorm wichtig für uns, aber wir müssen jetzt weiter dranbleiben“ erzählt unser Kapitän, für den das 3:1 im Thüringenduell mehr als nur ein Sieg war: „Wir haben eine geschlossene Mannschaftsleistung an den Tag gelegt und einer hat für den anderen gekämpft! Nur so geht es, wenn man in der Oberliga erfolgreich sein will!“ „Aufgrund der Tabellenkonstellation erwarte ich ein richtig interessantes Fußballspiel“ fügt Coach Philipp Seeland hinzu, der natürlich nicht vergessen hat, „dass wir im letzten Jahr gegen Halle 96 nicht so gute Erfahrungen gemacht haben. Es gab dort erstmals in der Oberliga eine kleine Lehrstunde für uns, was aber für auch ein „Hallo-wach-Effekt“ war, um in der Folge Punkte einzusammeln“ erzählt Seeland. „Nach dem Willenssieg gegen Martinroda wollen wir unbedingt nachlegen, wissen aber auch, dass es nicht einfach werden wird. Denn Halle auswärts ist nicht das einfachste Pflaster! Das Spiel wurde auf den Kunstrasenplatz verlegt. Sicherlich eine interessante Randnotiz, da es in der Oberliga doch nicht so oft vorkommt, dass wir (auswärts) auf Kunstrasen spielen. Vielleicht sogar ein Vorteil für uns! Wir freuen uns auf die Partie und wollen einen vernünftigen Auftritt abliefern“ so Seeland abschließend. Es verspricht ein spannungsgeladenes Spiel zweier Tabellennachbarn zu werden, dass vom Unparteiischen Benjamin Seidl aus Langenbernsdorf geleitet wird. An den Linien assistieren Johnny Schiefer und Dirk Meißner. Anstoß im HWG-Stadion am Zoo (Kunstrasenplatz) ist um 14:00 Uhr.