BSG Wismut Gera - FSV Wacker 90 Nordhausen II 0:2 (0:0)

Seeland-Elf triumphiert über Wismut Gera

Super Spieler, geiler Typ! Jindřich Pelán: „Wacker ist immer Nummer 1“

Die Seeland-Elf schlägt Wismut Gera hochverdient mit 2:0! Damit bleibt unser wackerer Aufsteiger auswärts seit 4 Spielen ungeschlagen! Bevor wir jedoch in das Spielgeschehen eintauchen, lassen wir einen ehemaligen Liebling der Wackerfans zu Wort kommen. Sein Doppelpack besiegelte in der Thüringenliga die letzte Niederlage der Wismut aus Gera gegen unsere Zweite. Jindřich Pelán, sein Batman-Torjubel legendär, lässt uns an seinen Erinnerungen teilhaben: „Wacker ist immer Nummer 1 in meinem Herzen. Dort habe ich die schönsten und besten Fußballzeiten erlebt. Wir waren ein echtes Team und Freunde. Ich fühlte mich wie zu Hause. Die Spiele gegen Wismut Gera waren immer etwas besonders. So wie die Derbys gegen Sondershausen. Das letzte Spiel gegen Gera war großartig. Wir haben gewonnen und ich habe zwei Tore gemacht. Ich erinnere mich oft daran. Und an all die großartigen Leute, die dort waren. Spieler, Fans und alle von Wacker!“

Erstes Saisontor gegen Wismut Gera – Youngster Leon Gümpel

Der Matchwinner beim Auswärtsspiel unserer Regionalliga-Reserve in Gera war ein Jungspund. „Ich habe mich natürlich sehr gefreut, direkt nach der Halbzeitpause das wichtige 1:0 gemacht zu haben“ so der 19-jährige Leon Gümpel. Sein Führungstreffer kurz nach Wiederbeginn war der Dosenöffner für eine Oberliga-Partie, die die Gäste schon vor der Pause hätten in eine Richtung lenken müssen. Gümpel reflektiert die Spielsituation, die zu seinem ersten Saisontor führte: „Nach einem sehr gut gespielten Ball von Sebastian Heidinger in die Tiefe ließ ich den Ball noch einmal aufspringen und konnte ihn direkt im rechten unteren Eck verwandeln.“ 247 Zuschauer fanden sich im Stadion „Am Steg“ ein, darunter auch einige Schlachtenbummler aus Nordhausen. Nach dem Last-Minute Sieg der Wismut bei Einheit Rudolstadt am vergangenen Spieltag hofften die Heimfans sicherlich, dass ihre Mannschaft gegen den Aufsteiger aus dem Südharz nachlegen würde. Mit Merkel, Heidinger und Häußler standen bei Wacker Nordhausen II 3 Profis in der Startelf. Dafür nahmen Schröter, Ernst und Chaftar auf der Bank Platz.

Materialtest bestanden – Pusch gegen Häußler

Jokanovic und Kirchner wurden von Cheftrainer Volkan Uluc für das Regionalliga-Spiel gegen den Berliner AK nominiert und fehlten so in Gera. Lennart Liese blieb wegen seiner Rotsperre aus dem Eilenburg-Spiel ebenfalls in heimischen Gefilden. Erik Schneider meldete sich nach Bänderdehnung im rechten Knie rechtzeitig wieder fit und sollte seine Einsatzzeit gegen Wismut Gera bekommen. Beide Mannschaften begannen druckvoll. Ein erstes Raunen ging durch das Stadion „Am Steg“, als Wismut-Keeper Nicolas Kriebel außerhalb seines Strafraums einen Ball mit der Brust vor dem heranstürmenden Pierre Merkel klärte. Das war Rettung in höchster Not. Wacker blieb am Drücker und versprühte mehr Torgefahr als die Hausherren. Heidinger, Gümpel sowie Vassiliadis hatten die Führung für die in Weiß spielenden Gäste auf dem Fuß. Auf der anderen Seite versagten Maximilian Christl nach schön herausgespielten Konter vor dem Tor die Nerven. Da waren bereits 35 Minuten gespielt. Kurz vor dem Halbzeitpfiff forderte das Geraer Publikum die Rote Karte für Pfingsten-Redding nach Foulspiel an Christl. Der Unparteiische Kevin Coren-Eckert aus Großröhrsdorf behielt trotz der hitzigen Atmosphäre auf und neben dem Platz einen kühlen Kopf und gab nur den berechtigten Freistoß. Kurz darauf sah Pfingsten-Redding dann nach taktischen Foul  berechtigerweise den gelben Karton.

Wiedergenesen und gleich mittendrin – Gino Dörnte

In der Pause konnten sich dann einige aufgebrachte Gemüter beruhigen. Nach Wiederbeginn ist es dann Youngster Leon Gümpel, der wie eingangs beschrieben die verdiente Gästeführung markierte. Der eingewechselte Christopher Lehmann hätte dann in der Schlußviertelstunde per Lupfer für Gera ausgleichen können. Doch wie noch gegen Rudolstadt stach der Wismut-Joker diesmal nicht. Kurz darauf war der Arbeitstag von Jonas Ernst vorzeitig beendet. Unserem gerade erst wiedergenesenen Mittelfeldspieler machte die alte Verletzung wieder zu schaffen. Nichts ging mehr. Für ihn kam Gino Dörnte in die Partie. Unsere Regionalliga-Reserve verwaltete den knappen Vorsprung keineswegs und suchte die Entscheidung. Dieses Bestreben wurde in der 90. Minute durch das Tor des nach langer Verletzung ins Team zurückgekehrten Gino Dörnte belohnt. Die Seeland-Elf hat nach 10 Spieltagen respektable 20 Punkte auf der Habenseite und belegt hinter Chemie Leipzig und Luckenwalde, aber dicht gefolgt von International Leipzig, den 3. Tabellenplatz. 

BSG Wismut Gera: Nicolas Kriebel (TW), Robert Paul (C), Timo Slawik, Maximilian Christl, Julius Grabs (80. Joseph Gröschke), Marcel Nolde, Stefan Raßmann, Chris Söllner, Dmitrij Puhan, Marco Pusch, Raphael Börner (53. Christopher Lehmann).

FSV Wacker 90 Nordhausen II: Ruben Aluig (TW), Nils Pfingsten-Reddig, Leon Gümpel, Sebastian Heidinger, Marco Sailer, Pierre Merkel (66. Erik Schneider), Tim Häußler, Felix Schwerdt (C), Panagiotis Vassiliadis (46. Jonas Ernst, 76. Gino Dörnte), Matthias Peßolat, Robin Fluß. 

Tore: 0:1 Leon Gümpel (47.), 0:2 Gino Dörnte (90.).

Zuschauer: 247

Trainerstimme: 

Philipp Seeland (FSV Wacker 90 Nordhausen II): „Vom Ergebnis her ein verdienter Sieg. In der ersten Halbzeit haben wir durch Heidinger und Gümpel zwei sehr gute Möglichkeiten in Führung zu gehen. Mit dem Tor von Leon kommen wir dann natürlich super rein in die zweite Halbzeit. Es freut mich besonders für ihn, dass er für sich seine guten Spiele mit dem ersten Saisontor belohnte. Wäre Gera dann mit ihrer großen Möglichkeit in der 75. Minute zum Ausgleich gekommen, hätte das Spiel auch anders ausgehen können. Aber uns gelangen in der zweiten Hälfte immer wieder gefährliche Kontersituationen. Eine davon nutzte Gino, der nach langer Verletzung in Gera wieder auf dem Platz stand. Wir haben jetzt 20 Punkte. Damit ist das Etappenziel der Hinrunde erreicht. In den verbleibenden 5 Spielen werden wir den Fuß aber nicht vom Gas nehmen. Wir wollen weiter punkten.“