28. Spieltag NOFV-Oberliga Süd

„Wichtig ist dein Gesicht zu zeigen!“

Wurde Mittwoch 29 Jahre jung – Coach Philipp Seeland

Zum vorletzten Heimspiel der Spielzeit 2018/2019 empfängt unser FSV Wacker 90 Nordhausen II den Ludwigsfelder FC. Die Brandenburger aus dem Landkreis Teltow-Fläming belegen im Ligatableau in siebten Tabellenplatz. Nach der 0:4-Pleite bei Wismut Gera Anfang April startete die Mannschaft von Trainer Rezat Cami eine kleine Serie von fünf ungeschlagenen Spielen in Folge. Darunter ein mehr als achtbares 1:1-Unentschieden gegen Tabellenführer und Aufstiegsaspirant BSG Chemie Leipzig. Die Formkurve des LFC zeigt also tendenziell nach oben. Unsere Wackeren kamen vergangenes Wochenende nicht über ein 2:2-Unentschieden gegen Einheit Rudolstadt hinaus. Ärgerlich war nicht nur, dass man wieder einmal eine Führung herschenkte. Der strittige Elfmeter zugunsten des Gegners kurz vor Ende der Partie kostete unterm Strich zwei wichtige Punkte auf den fünften Tabellenplatz. Den hätte Wacker-Coach Philipp Seeland gerne ins Visier genommen. „Da ist uns Jena II jetzt ein wenig enteilt. Nun wird es natürlich schwierig, noch irgendwo Richtung Platz 5 zu schauen.“ Seeland weiter: „Wir sollten uns jetzt auf den sechsten Platz konzentrieren und den versuchen, diesen zu festigen. Wir haben vier Punkte Vorsprung auf Ludwigsfelde und Samstag im direkten Duell die Chance, uns gegen den Siebten durchzusetzen.“

Auf Abschiedstournee – Sturmlegende Torsten Klaus

Doch Obacht. Im Hinspiel hagelte es eine empfindliche 0:3-Niederlage. Felix Schwerdt, der damals auch die Kapitänsbinde trug, wirft einen Blick zurück: „Wir hatten uns für das Spiel viel vorgenommen und wollten trotz der Verletztenmisere aus Ludwigsfelde etwas mitnehmen. Nach 6 Minuten wurden wir gleich eiskalt erwischt. Wir waren kurz geschockt, kamen dann aber super in die Partie und haben uns einige gute Chancen herausgespielt. Leider konnten wir uns nicht mit einem Tor belohnen. Nach der Pause wollten wir gleich an der ersten Halbzeit anknüpfen, wurden aber wieder durch ein frühes Gegentor überrumpelt. Danach fanden wir gar nicht mehr zu unserem Spiel zurück und bekamen folgerichtig auch noch das Dritte.“ Unser Spielbericht titelte seinerzeit „Zweimal eiskalt erwischt!“ Marcus Vopel, Sonnabend dreht ihr den Spieß um und erwischt Ludwigsfelde eiskalt? „Schön wäre es. Wir müssen wieder zu diesem Punkt kommen, „heute gibt es für euch nichts zu holen“. Konzentration und Wille müssen bei jedem zu 100% da sein. Dann bin ich optimistisch, dass wir uns auch belohnen werden.“ Kurz zu Rudolstadt. Bist du nach dem Knockout von Schirrmeister wieder fit?

Knockout gegen Rudolstadt – Kapitän Marcus Vopel am Boden

„Ich bin wieder fit und habe nach dem Sturz keinerlei Probleme mehr.“ Wie bitter ist das, 180 Sekunden vor Abpfiff einen strittigen Elfer gegen sich zu bekommen? Zudem die Situation mit einem Stürmerfoul des Gegners an Clemens (Meinert, Anm. d. R.)  beginnt. „Für mich ist es kein Elfmeter. Der Spieler hebt einfach nur ab und der Linienrichter hebt seinen Wimpel. Durch die Menge an plumpen Versuchen, einen Elfmeter zu erzwingen, tut er dieses wohl. Der Schiedsrichter sieht es aus seiner Position nicht und verlässt sich auf an den Mann an der Linie. Aber das ist abgehakt! In der zweiten Halbzeit kamen wir nicht so richtig ins Spiel und haben uns hinten reindrücken lassen. Rudolstadt war bis zum Schluss bemüht und hat sich daher den einen Zähler vielleicht auch verdient.“ Der Last-Minute Ausgleich war sicherlich enttäuschend. Trotz alledem habt ihr in 13 Heimspielen nur zweimal nicht gepunktet. Blickst du auf solche Statistiken oder zählt für dich nur „auf dem Platz“? „Die Statistiken gibt es, aber da schaue ich weniger drauf. Wichtig ist, dein Gesicht auf dem Platz zu zeigen. Mannschaftlich geschlossen zu agieren und in jeder Situation voll konzentriert zu sein. In einigen der letzten Spiele hat uns da ein Tick gefehlt. Wir müssen lernen, dass uns das hier in der Oberliga nicht ausreichen darf. Da haben wir eine kleine Schwachstelle, die wir beheben müssen.“ Das Spiel der Tabellennachbarn steht unter der Leitung von Referee Tim Ziegler aus Straßberg, der von Paul Werrmann und Lucas Leihkauf an der Linie unterstützt wird. Anpfiff im Albert-Kuntz-Sportpark ist um 14:00 Uhr.