VfL 96 Halle – FSV Wacker 90 Nordhausen II 1:4 (0:2)

„Wir haben eine sehr gute Leistung gezeigt!“

Torschütze mit „Turban“ – Leonard Meitzner

Wacker Nordhausen II veredelt den Heimsieg über Martinroda und legt beim VfL 96 Halle nach! Durch die Tore von Meitzner (11.), Vopel (23.), Smajlovic (73.) und Kirchner (89.) beendet die Seeland-Elf in der Universitäts- und Händelstadt an der Saale endlich ihren „Auswärtsfluch“. Bei den Fans wurde dieser Sieg als „klasse Reaktion auf die schlechten Nachrichten“ oder „positives Zeichen“ bewertet. In der Tat ließen sich die Mannen um Kapitän Marcus Vopel von den (Hiobs)Botschaften der letzten Tage nicht beirren. Wie es Paul Kirchner im Vorfeld des Spiels formulierte ging es nur darum, „dass wir am Samstag von Beginn an ein gutes Spiel abliefern! Wir wollen natürlich auch in den letzten drei Spielen vor der Winterpause punkten, um die bis dahin mehr oder weniger schlechte Hinrunde vergessen zu machen“ sagte der Mann, dem der Schlussakkord im HWG-Stadion am Zoo gelang. Felix Schwerdts erster Torschuss nach knapp 5 Minuten gab die Marschrichtung der Gäste vor. Nur auf das Tor von VfL-Keeper Max Stamer sollte es gehen. Nach dem ihm gegen Martinroda sein erstes Saisontor gelang, legte der „Lange“ im Sturmzentrum der Wackeren in Halle wie selbstverständlich nach. „Ich fand es schön, dass mich die Trainer wieder von Anfang an haben spielen lassen. Ich denke, ich habe sie nicht enttäuscht“ so Leonard Meitzner, dem in der 11. Minute die Führung für die in Weiß spielenden Nordhäuser gelang. Leo, in der zweiten Halbzeit musstet du mit „Turban“ spielen. Sah zwar very nice aus, aber was war da los? „Ich hatte mir bei einem Kopfballduell eine leichte Platzwunde zugezogen und musste deswegen kurz behandelt werden.“ Kurz vor dem zweiten Gegentreffer hatte Lorenz per Freistoß die erste gute Möglichkeit für die Hausherren.

Griechisch-Römisch: Fabian Stix (vorne), Dennis Klitscher (Halle 96)

Doch der Ball klatschte nur ans Außennetz. Nach einer Standardsituation ist er gedankenschneller als seine Gegenspieler, erneut rappelte es in der Kiste von Stamer. „Es freut mich, dass ich jetzt auch endlich getroffen habe und der Mannschaft mit dem 2:0 noch mehr Sicherheit geben konnte. Einen Freistoß von Keno (Kenan Smajlovic, Anm. d. R.) hatte Paul (Kirchner, Anm. d. R.) verlängert. Ich musste dann am zweiten Pfosten nur noch einschieben“ schildert Marcus Vopel die Situation zum zweiten Nordhäuser Treffer. Damit hat nun auch der Wacker-Kapitän seinen ersten Saisontreffer auf der Habenseite. Halle 96 fand nicht das richtige Rezept für das Spiel, dennoch hatten sie durch Niesel nach Flanke von Eder vor der Pause eine weitere gute Möglichkeit, die aber in der Summe überschaubar blieben. Nach Wiederbeginn versäumten es die Wackeren, den Deckel endgültig auf das Spiel zu machen. Ein Kopfball von Kirchner unterstrich weitere Ambitionen der Gäste. Die Hallenser bisschen sich ab der 60. Minute rein in das Ding und kamen folgerichtig auch zu Torabschlüssen. Einen davon nutzte VfL-Kapitän Schunke zum Anschlusstreffer (71.). Sollte das Spiel hier doch noch einmal kippen? Mit Nichten! Durch den Einschlag im eigenen Kasten schien die Seeland-Elf wieder wachgeküsst, sie lieferte nach dem Gegentor gleich die passende Antwort. Der wieder einmal auffällig agierende Kenan Smajlovic stellte kurze Zeit später den alten 2-Tore-Vorsprung wieder her. Keno, einen Assist, ein Tor.

1 Typ, 1 Tor, 1 Assist – Kenan Smajlovic

War heute dein Tag, oder? „Natürlich bin ich sehr froh, dass ich der Mannschaft mit meinem Tor und der Vorlage weiterhelfen konnte“ sagte unser Torschütze zum 3:1! Doch getreu der Herberger-Weisheit „Nach dem Spiel ist vor dem Spiel“ fügte der 19-Jährige gleich hinzu: „Jetzt müssen wir uns auf die nächsten zwei Heimspiele fokussieren, um unsere Serie weiter auszubauen.“ Keno, wie wichtig war es, nach dem Anschlusstreffer von Halle unverzüglich mit dem 3:1 zu antworten? „Das war sehr wichtig, da Halle nach dem Anschlusstreffer wieder ins Spiel reinkam. Wir haben uns davon nicht irritieren lassen, sondern sind ein Team geblieben! Wir haben weiter ehrgeizig nach vorne gespielt, was sehr wichtig war, um 120 Sekunden später das 3:1 zu erzielen!“ Wackers erster Dreier in der Fremde nahm nun mehr und mehr Konturen an. Die Südharzer blieben dran und tüteten den Auswärtssieg durch Paul Kirchner dann kurz vor Spielende endgültig ein! 6 Punkte aus zwei Spielen. Marcus, der Wacker-Express in der Oberliga kommt langsam wieder ins Rollen. „Wir haben wieder eine geschlossene Mannschaftsleistung gezeigt und auch verdient gewonnen! Es freut mich sehr, dass wir nun unseren ersten Auswärtsdreier geholt haben!“ Könnte das noch zusätzliche Motivation für die bevorstehenden zwei Heimspiele geben? „Na klar! Man sieht was möglich ist, wenn man gemeinsam spielt und kämpft! Wir haben jetzt noch zwei Heimspiele in diesem Jahr, die wir beide erfolgreich gestalten wollen!“

VfL 96 Halle: Max Stamer (TW), Gino Böhne, Nils Morten Bolz, Julius König (70. Max Tuchel), Adel Aljindo, Arnold Schunke (C), Dennis Klitscher (74. Vincent Dabel), Konstantin Eder, Steven Niesel, Linus Lorenz, Giorgaki Tsipi (46. Lukas Englich). 

FSV Wacker 90 Nordhausen II: Lucas Treiber (TW), Vladimir Kovac, Fabian Stix, Marcus Vopel (C), Paul Kirchner, Jonas Ernst, Felix Schwerdt, Gino Dörnte (84. Nils Mema), Leonard Meitzner Kenan Smajlovic, Simran Dhaliwal.

Tore: 0:1 Leonard Meitzner (11.), 0:2 Marcus Vopel (23.), 1:2 Arnold Schunke (71.), 1:3 Kenan Smajlovic (73.), 1:4 Paul Kirchner (89.).

Zuschauer: 32

Trainerstimme: 

Philipp Seeland (FSV Wacker 90 Nordhausen II): „Wir haben eine sehr gute Leistung gezeigt und das Spiel in der Höhe auch verdient gewonnen! Es war ein wichtiger Sieg, der uns nun 21 Punkte beschert. Da es in der Tabelle momentan sehr eng zugeht, geht es für uns nun wieder etwas nach oben. Im Heimspiel gegen Grimma haben wir die Möglichkeit, nachzulegen, um vielleicht im oberen Mittelfeld zu überwintern!“