Ludwigsfelder FC - FSV Wacker 90 Nordhausen II 3:0 (1:0)

Zweimal eiskalt erwischt – Seeland-Elf geht leer aus

Leitwolf mit klarer Kante – Felix Schwerdt

Spiele gegen Mannschaften aus der Niederungen der Tabelle sind alles andere als Selbstläufer. Das musste unsere Zweite am vergangenen Spieltag gegen Rudolstadt schmerzlich erfahren. Mit dem Ludwigsfelder FC wartete nun erneut ein Gegner auf die Seeland-Elf, der im Abstiegskampf jeden Punkt braucht. Der „LFC“ konnte bis dato erst einen einzigen dreifachen Punktgewinn bejubeln. Dieses ausgerechnet gegen Einheit Rudolstadt. Ein Blick auf die Aufstellungen verdeutlichte schnell, dass die Gäste aus dem Südharz sozusagen mit dem letzten Aufgebot in die Begegnung gegen Ludwigsfelde gingen. Nicht nur die lange Verletztenliste bereitete Coach Philipp Seeland Kopfzerbrechen. Auch das Fehlen von Marco Sailer, der eine Gelbsperre absaß, musste kompensiert werden. Da unser Oberliga-Chronist aufgrund gesundheitlicher Probleme gleich in Nordhausen geblieben war, gibt es heute einmal eine etwas andere, nicht minder spannende,  Abhandlung des Spiels. Defensivstratege und Interimskapitän Felix Schwerdt gibt seine Sichtweise auf die Dinge preis:

Jetzt erst recht! Zusammenrücken!

„Wir hatten uns für das Spiel viel vorgenommen und wollten trotz der Verletztenmisere aus Ludwigsfelde etwas mitnehmen. Nach 6 Minuten wurden wir gleich eiskalt erwischt. Wir waren kurz geschockt, kamen dann aber super in die Partie und haben uns einige gute Chancen herausgespielt. Leider konnten wir uns nicht mit einem Tor belohnen. Nach der Pause wollten wir gleich an der ersten Halbzeit anknüpfen, wurden aber wieder durch ein frühes Gegentor überrumpelt. Danach fanden wir gar nicht mehr zu unserem Spiel zurück und bekamen folgerichtig auch noch das Dritte. Im Endeffekt konnten wir froh sein, dass wir  nicht noch mehr Tore gegen uns bekommen haben. Jetzt heißt es am Samstag, im letzten Heimspiel der Saison, gegen Jena II zu punkten, um unsere Negativserie zu beenden.“ Mit zwei nicht gewonnenen Partien ohne wackere Tore, durchlebt unsere Zweite derzeit eine kleine Durststrecke. Aber wie es Schwerdti bereits formulierte, besteht bereits am Sonnabend schon wieder die Chance, den Bock umzustoßen. 

Ludwigsfelder FC: Lucas Lindner (TW, C), Maximilian Gerlach, Felix Matthäs, Philip Pollow, Toni Hager (86. Sebastian Eichhorn), Patrick Kowalski (61. Florian Matthäs), Markus Goede, Dennis Nüsse, Christopher Lemke, Adam Rindelhardt, Maximilian Ladewig (64. Paul van Humbeeck). 

FSV Wacker 90 Nordhausen II: Ruben Aulig (TW), Nils Pfingsten-Reddig, Leon Gümpel (57. Johannes Emmert), Fabian Reiß, Pierre Merkel, Florian Schröter, Felix Schwerdt (C), Gino Dörnte, Lennart Liese (80. Kenan Smajlovic), Panagiotis Vassiliadis, Torsten Klaus (76. Leonard Meitzner). 

Tore: 1:0 Toni Hager (6.), 2:0 Patrick Kowalski (49.), 3:0 Christopher Lemke (65.).

Zuschauer: 153

Trainerstimme: 

Philipp Seeland (FSV Wacker 90 Nordhausen II): „Aufgrund der Personalsituation wussten wird, dass es eine schwere Aufgabe werden würde. Viele Spieler standen nicht zur Verfügung. Dieses soll keine Entschuldigung sein, denn der Kader hat die Qualität, dagegenzuhalten. Wir bekommen in der ersten, wie auch in der zweiten Halbzeit nach Kontern frühe Gegentore. Damit machen wir uns das Spiel zunichte. Obwohl wir gerade in der ersten Hälfte nach dem Rückschlag alles im Griff hatten. Wir haben es gut gelöst und mehrere Chancen zum Ausgleich gehabt. Das zweite Gegentor war dann der Genickschlag. Nach dem 0:3 war das Spiel für uns leider vorbei. Wenn du ein frühes Gegentor bekommst und dir innerhalb von 90 Minuten kein Treffer gelingt, dann kannst du auch keine Punkte mitnehmen. Also müssen wir uns ein wenig an die eigene Nase fassen. Jetzt haben wir zwei Spiele in Folge verloren, in denen wir keine eigenen Tore geschossen haben. Dementsprechend müssen wir für das Spiel gegen Jena II wieder die volle Konzentration reinbringen.“