20. Spieltag NOFV-Oberliga Süd

U23 gastiert bei ex-Regionalligist Neugersdorf

Die Sparkassen-Arena Oberlausitz

Vorbereitung ist das halbe Leben. Nach der knappen Heimniederlage gegen Inter Leipzig startete die Klaus-Elf mit einem „Sparringsspiel“ gegen die U19 des FC Rot-Weiß Erfurt in die neue Woche. Nach einem freien Tag absolvierte ein gemischtes Team aus den jungen Spielern unserer Oberligamannschaft (U19) und Perspektivspielern der U17 Dienstagabend ein Testspiel gegen den Fußballnachwuchs des Thüringer Traditionsclubs aus der Landeshauptstadt. Dabei trotzten unsere Jungs dem A-Junioren Regionalligsten immerhin ein 3:3-Unentschieden ab, bei dem Fabian Schneider Utria, Tim Nolte und Leon Siewert die Tore für Wacker gelangen! „Wir hatten eigentlich ein U23-Testspiel geplant“ berichtet Torsten Klaus, „am Ende wurde es dann ein reines U19-Spiel. So konnten sich auch ein paar B-Junioren zeigen, die ab der kommenden Saison bei der U19 auflaufen werden. Es war ein sehr guter Test gegen Rot-Weiß Erfurt, gegen eine A-Junioren Regionalligamannschaft! Das Ergebnis ist zwar bei solch einer Partie zweitrangig, nix desto trotz ist das 3:3 ein respektables Ergebnis für uns!“ Nach diesem ungewöhnlichen Trainingsstart im Albert-Kuntz-Sportpark wartet am Wochenende wieder der harte Ligaalltag auf die Jungs von Florian Schröter! „Das Spiel am Samstag wird wieder ganz anders für uns werden als das letzte Spiel gegen Inter Leipzig.

Im Hinspiel noch „Co“  – Torsten Klaus

Der Gegner wird viel körperbetonter spielen, als es letzte Woche der Fall war. Ich muss mich von Woche zu Woche wiederholen, dass es nur geschlossen als Mannschaft funktioniert und einer für den anderen da ist“ erklärt der Kapitän unserer U23.  Du konntest zwar vergangenen Sonntag nicht mitwirken, hast das Spiel aber trotzdem gesehen. Aus deiner Sicht eine vermeidbare Niederlage gegen Inter Leipzig? „Auf jeden Fall! Wir waren in der zweiten Halbzeit klar besser als der Gegner und hätten zumindest ein Unentschieden verdient gehabt. Mein größtes Kompliment an die Jungs! Das waren super 45 Minuten! Aber die Partie gilt es abzuhacken, denn wir müssen uns nun voll auf den kommenden Gegner am Samstag konzentrieren und dort wieder alles reinhauen.“ Wohl wahr! Die nächste Aufgabe führt die Wackeren ins 330 Kilometer entfernte Neugersdorf. Der dort ansässige Fußballclub Oberlausitz Neugersdorf vollzog im Sommer einen radikalen Umbruch, der bedingt durch wirtschaftliche und strukturelle Belange auch den Rückzug aus der Regionalliga Nordost zur Folge hatte. Eine Spielklasse tiefer steht der FCO vor dem 20. Spieltag noch über dem Strich, zum ersten direkten Abstiegsplatz beträgt der Abstand immerhin schon 13 Punkte. Allerdings ist dieses Punktepolster kein Ruhekissen. Bedingt durch den Heimerfolg von Martinroda am vergangenen Wochenende könnte es im Keller nochmal spannend werden. Im Fußball ist ja bekanntlich vieles möglich. Es gilt also für den FCO, wie für uns selbst, die Hausaufgaben zu machen! Neugersdorf wird vor eigenem Publikum weitere wichtige Zähler im Abstiegskampf erringen wollen. Und das sie es können, hat die Mannschaft von Stefan Fröhlich erst kürzlich bei der 8:1-Heimgala gegen Aufsteiger Grimma unter Beweis gestellt. Die Ausgangslage vor der Samstagspartie ist klar. Neugersdorf und den Gästen aus Nordhausen stecken die Niederlagen vom vergangenen Wochenende noch in den Kleidern, der Druck auf beide, keine Negativserie zu starten, wächst.

Freudensprünge – Paul Kirchner netzte zur 2:1-Führung gegen den FCO

„Wir treten bei einem direkten Tabellennachbarn an, der nur einen Punkt hinter uns rangiert“ beginnt Torsten Klaus das Vorgespräch auf  die bevorstehende Begegnung in der Sparkassen-Arena Oberlausitz. Für den ehemaligen Torjäger sind es aber auch „die Umstände, die hier eine Rolle spielen werden! Diese Dinge müssen wir annehmen! Wir müssen bei Ankunft versuchen, die lange Anreise bestmöglich auf den Beinen und Köpfen zu bekommen. Mit Regionalliga-Absteiger Neugersdorf, der einen großen Umbruch vollzogen hat, wartet nun eine sehr schwere Aufgabe auf uns. Wenn wir dort was mitnehmen wollen, müssen wir von Beginn an so auftreten, wie wir es gegen Inter Leipzig in der zweiten Halbzeit getan haben! Wenn wir das schaffen, bin ich mir sicher, dass wir dort ein gutes Ergebnis erzielen werden!“ Hierbei sollte man allerdings nicht außer Acht lassen, dass sich der FCO gerade gnadenlos effektiv und torhungrig präsentiert. Neun Treffer aus zwei Pflichtspielen sollten uns eine Warnung sein. Zudem das letzte Auswärtsspiel der Klaus-Elf mit ähnlich langer Anreise nicht in unsere Richtung lief. Eines jedoch ist gewiss, auch vor dieser Pflichtaufgabe werden die Karten neu gemischt. Ohnehin wird die Tagesform mitentscheiden, zu welchen Gunsten das Spielglück kippen wird. Im Hinspiel – das natürlich unter anderen Vorzeichen stand – konnten sich die Wackeren gegen den Tabellendreizehnten mit 3:1 durchsetzen. Medjedovic, Kirchner und Schwerdt trafen damals. In der Gegenwart wird die Partie in der ehemaligen „Jahnsportanlage“ unter der Leitung von Referee Marcel Riemer aus Eisenhüttenstadt stehen, der an den Linien von Rene Müller und Uwe Schultz assistiert wird. Anstoß ist um 14 Uhr! Auf geht’s Wacker!