Wacker unterliegt im Pokalfinale

Großer Kampf wird nicht belohnt

Der FSV Wacker 90 Nordhausen hat am Donnerstag den Pokalsieg verpasst. Die Mannschaft um Trainer Volkan Uluc verlor beim FC Rot-Weiß Erfurt unglücklich mit 0:1. Vor 8.807 Zuschauer (rund 700 Gäste) im Steigerwaldstadion war kein Klassenunterschied zu erkennen. Es war ein zweikampfintensives Spiel, in dem der Regionalligist kämpferisch gut dagegen hielt. Die Defensivreihen standen sicher und ließen kaum nennenswerte Chancen zu. So sorgte ein Standard für das Tor des Tages. Nach einer Ecke von Okan Aydin köpfte Verteidiger Jannis Nikolaou am zweiten Pfosten zum 1:0 ein (52. Minute).

Trainerstimmen

Stefan Krämer (Erfurt): „Die Situation hatte ich als Trainer noch nicht – innerhalb von fünf Tagen zwei Endspiele. Der Gegner hat uns alles abverlangt. Wir wussten, dass es ein enges Spiel wird. Die Intensität war sehr hoch. Gut, dass es kein Geruchsfernsehen gibt. Ich stinke nach Bier.“

Volkan Uluc (Nordhausen): „Glückwunsch an Erfurt und Kompliment an meine Mannschaft. Wir haben uns gut präsentiert und lange dagegengehalten. Es war ein Endspiel, in dem die Abwehrreihen dominiert haben. Es ist bitter, durch einen Standard zu verlieren. Zum Schluss haben uns die Körner gefehlt. Als die Erfurter Fans am Ende friedlich auf dem Rasen gefeiert haben, war ich verwundert, dass die Polizei unsere Fans verprügelt hat, die auf das Spielfeld wollten. Zudem bin ich von einem Polizisten beleidigt worden, als ich dazwischen gegangen bin.“

Aufstellungen

Wacker Nordhausen: Rauhut – Becker (75. Semmer), Günzel (81. Pfingsten-Reddig), Lela, Chaftar – Peßolat, Becken – Schloffer (66. Sailer), Hägler, Kauffmann – Pichinot

FC Rot-Weiß Erfurt: Domaschke – Nikolaou, Laurito, Menz, Erb – Vocaj – Aydin (90. Pommer), Brückner (73. Baumgarten), Bergmann – Kammlott (88. Möckel), Bieber