Becks und Peßo vorm Finale

Die Kapitäne sprechen !

“Uluç tut der Mannschaft gut”

Der Antreiber und Leader Tobias Becker in Aktion

 

 

 

Mit Matthias Peßolat und Tobias Becker ziehen zwei der Leitwölfe der Saison 2016/17 Bilanz und resümieren ihr Kapitänsamt für des FSV Wacker. Die beste Nachricht ist aber, dass die beiden erfahrenen Strategen auch in der nächsten Saison das blaue Trikot tragen wollen.

 

Tobias, Matthias – Euch verbindet eine gemeinsame sportliche Vergangenheit. Ihr standet vor sieben Jahren schon mal gemeinsam auf dem Platz.

Matthias Peßolat: Damit ist die Zeit in Chemnitz gemeint. Ich bin damals zum Team dazu gestoßen (Anmerk. Peoßlat wechselte in der Winterpause 2010 von Erfurt nach Chemnitz), Becks war schon da. Das war zu Regionalligazeiten. Wir haben leider nur ein halbes Jahr zusammen gespielt. Das war eine schöne Zeit. Becks ist nach der Saison nach Magdeburg gegangen. Ich durfte noch etwas länger in Karl-Marx-Stadt verweilen. Dort war unser erster Berührungspunkt.

Der zweite folgte nun bei Wacker mit der Verpflichtung von Tobias Becker in der Sommerpause. Tobias, war dir sofort bewusst, dass du hier mit Matthias Peßolat auf einen alten Weggefährten triffst?

Tobias Becker: Ich wusste, dass Peßo bei Wacker spielt. Wir hatten in Vorbereitungsspielen das Vergnügen gegeneinander zu spielen und haben anschließend ein bisschen gequatscht. Als wir uns dann hier wiedergetroffen haben, haben wir uns länger unterhalten. Man verfolgt schon so ein bisschen die sportlichen Wege von denjenigen, die jetzt noch aktiv sind. Deswegen hat es mich gefreut, ein altbekanntes Gesicht bei Wacker wiederzusehen.

Beim CFC hattet ihr nun ein halbes Jahr, um euch kennenzulernen. Bei Wacker ist es aktuell fast ein Jahr. Tobias hat noch Vertrag bis 30. Juni 2018. Matthias, du bist einer derjenigen, deren Vertrag zum Ende der Saison ausläuft. Würdest du gern weiterhin das blau-weiße Trikot tragen?Matthias Peßolat: Ja, natürlich. Sehr gern. Das habe ich den Verantwortlichen auch schon gesagt. Es ist noch nicht offiziell, wir sind aber schon sehr weit und in guten Gesprächen. Den letzten Schritt muss jetzt der Präsident machten. Das wird demnächst erfolgen. Wir können davon ausgehen, dass ich noch ein Jahr bei Wacker bleibe – und darauf freue ich mich. Ich hoffe, dass die nächste Saison erfolgreicher wird.

Tobias, du bist Kapitän, Matthias ist einer deiner Stellvertreter. Was schätzt Ihr an dem anderen?

Tobias Becker: Für mich war alles neu, Peßo ist schon länger bei Wacker und hat einfach den besseren Einblick in bestimmte Abläufe und Strukturen im Verein. Er war mir eine große Hilfe. Noch dazu war ich anfangs gefühlt fünf Monate verletzt. So konnte ich der Truppe nicht in dem Maße helfen, wie ich es mir vorgestellt hatte. Peßo hat das in der turbulenten Zeit wirklich gut gemacht. Ich konnte mich immer auf ihn verlassen. Er weiß, wie man die Jungs anpacken muss, das gefällt mir sehr. Ich bin froh, dass mich die Jungs im Mannschaftsrat unterstützen.

Matthias Peßolat: Ich kann das Gesagte nur so zurückgeben. Ich mag seine ruhige, aber dominante Art. Er nimmt sich die Spieler mal zur Seite und redet mit ihnen sehr sachlich, was mir so ein bisschen fehlt, weil ich manchmal emotional oder zu aufbrausend bin. Er macht das gut, er ist Stück weit unserer Ruhepol. Er ist nicht der Typ der mal einen jungen Spieler am Kragen packt. Das schätze ich an ihm.

Tobias, was braucht es, um dieses Amt bei Wacker auszuüben?

Tobias Becker: Klar muss man sich im neuen Verein ein bisschen umstellen. Das habe ich am Anfang auch gemerkt. Ich war in Kassel schon Kapitän, aber das war eine andere Geschichte als hier, weil die Strukturen dort anders sind. Wacker zeichnet aus, dass es klare Zielstellungen gibt, dass ein Erfolgsdruck da ist. Man muss dahinter stehen. Das versuchen wir mit unseren besten Mitteln.

Immer die richtige Körpersprache: Matthias Peßolat verlängert seinen Vertrag

Mit Volkan Uluç wurde vor wenigen Wochen ein neuer Trainer präsentiert. Welche Impulse kann ein neuer Trainer setzen?

Matthias Peßolat: Ich bin freudig überrascht von seiner Arbeit. Seine positive Art tut der Mannschaft derzeit sehr gut. Wie zuletzt in Cottbus, wo wir noch viel Luft nach oben hatten, gerade weil wir die erste Halbzeit komplett verpennt haben. Er versucht jeden Spieler mitzunehmen und aufzufangen. Er sagt uns: Jungs, glaubt an euch, an das was ihr könnt. Das macht er gegenwärtig sehr gut. Er gibt uns deine klare taktische Marschroute mit auf den Weg und leistet sehr gute Arbeit. Weil die Saison sehr zerfahren war, kommt das gut bei der Mannschaft an.

Welche positiven Aspekte könnt Ihr dieser doch eher “chaotischen” Saison abgewinnen?

Matthias Peßolat: überlegt lange Es ist nicht einfach, etwas positives zu finden. Die Saison war wirklich sehr hektisch, zerfahren und hat an den Kräften gezehrt. Was positives? Das klingt jetzt vielleicht hart, aber das Positivste ist, dass ich gesund geblieben bin, mich nicht schwer verletzt habe. Ich selbst bin absolut positiv gestimmt und habe ein sehr gutes Gefühl mit dem neuen Trainer. Wenn man ihm Zeit gibt, dann kann Wacker sich auf wesentlich erfolgreichere Zeiten freuen.

Zum Liga-Abschluss wartet ein Heimspiel gegen Luckenwalde. Wie könnt ihr das so gestalten, dass ihr mit einem Sieg in das anstehende Pokalfinale geht?

Matthias Peßolat: Es ist wichtig, dass wir mit einem positiven Gefühl ins Pokalfinale gehen. Ich bin absolut guter Dinge, wenn wir an unsere Leistungsgrenze gehen und so spielen wie in den vergangenen Heimspielen. Dann werden wir als Sieger vom Platz gehen.