FC Einheit Rudolstadt - FSV Wacker 90 Nordhausen II 1:0 (0:0)

Serie gerissen – Seeland-Elf unterliegt Einheit Rudolstadt

Zog trotz lädierter Hand voll durch – Erik Schneider

Alles hat ein Ende. So auch die Serie unserer Oberliga-Mannschaft mit 6 ungeschlagenen Spielen in Folge, die nun gerissen ist. Einheit Rudolstadt gab am Sonnabend den Spielverderber und behielt die Punkte im heimischen Städtischen Stadion. Die Seeland-Elf nahm als Andenken an eine missglückte Auswärtsfahrt allerdings 7 gelbe Karten mit den Südharz. Zu den bereits im ersten Durchgang verwarnten Müller, Sailer und Kirchner gesellten sich in der zweiten Hälfte noch Pfingsten-Reddig, Andacic, Schneider und Fluß zum Club der Gelbsünder hinzu. Wacker Nordhausen II reiste mit Personalsorgen in den Landkreis Saalfeld-Rudolstadt. Und es sollte für die Gäste noch schlimmer kommen. Zu den bereits angeschlagenen Ernst, Vopel und Pietsch meldete sich auch Verteidiger Erik Schneider, der erst kürzlich nach Bänderdehnung wieder zum Team gestoßen war, nach der Begegnung mit Diagnose Bruch des 3. Mittelhandknochens vorübergehend vom Spielbetrieb ab. Das Wacker-Lazarett wächst weiter.

Hatte die Führung auf dem Kopf – Dino Medjedovic

Mit Müller, Medjedovic und Andacic standen drei Regionalliga-Spieler in der Startelf, die gegen Rudolstadt Spielpraxis für kommende Aufgaben sammeln sollten. Auf der Ersatzbank nahmen mit Treiber, Meitzner und Emmert gleich drei Jungspunde unserer U19 Platz. Wie es schon die Goslar-Elf zu Verbandsligazeiten am eigenen Leibe erfahren musste, zeigte sich Einheit Rudolstadt auch in der Gegenwart als unbequemer und schwierig zu bespielender Gegner. Die Begegnung begann turbulent. Nach 180 Sekunden konnte Arne Reetz aus halblinker Position abschließen. Der Ball verfehlte das Wacker-Tor nur knapp. Im direkten Gegenzug blockte der Rudolstädter Kapitän Marco Riemer einen Schuß von Leon Gümpel. Die klarste Gelegenheit hatte Schirrmeister. Sein platzierter Kopfball nach Freistoß von Xavier Amaro konnte Josip Jokanovic per klasse Reflex gerade noch so aus dem Triangel fischen. Unsere Zweite hätte kurz vor dem Pausentee in Führung gehen können. Erst brachte Dino Medjedovic das Spielgerät aus kurzer Distanz nicht an Rudolstadt-Keeper Marczuk vorbei. Dann fehlten Marco Sailer Fortune und einige Zentimeter an Körperlänge, um Nutznießer einer Kirchner-Hereingabe in den Fünfmeterraum zu werden. Tonis Schlappen verfehlte die Pille nur knapp. Kurz nach Wiederbeginn zappelte das Runde endlich im Eckigen. Nach Flanke von Felix Schwerdt stand Kirchner goldrichtig und traf. Doch der Torjubel wehrte nur kurz.

Kartenrekord in Rudolstadt – 7 Gelbe gegen Wacker II

Der Unparteiische Daniel Kresin aus Leipzig hatte eine Abseitsposition gesehen. Die Gäste protestierten nicht, es ging torlos weiter. Kurz vor der Rudolstädter Führung durch Schirrmeister fehlte Medjedovic erneut das kleine Quäntchen Glück. Was uns nicht gelingen wollte, klappte beim Gastgeber besser. Fast wäre der Mannschaft von Cheftrainer Holger Jähnisch kurz darauf noch der zweite Treffer gelungen. Nach Freistoß von Xavier Amaro wuchtete Georg Kaiser seinen Kopfball über das Gehäuse. Unter den Augen von Präsident Nico Kleofas, Tino Berbig und Matthias Peßolat mühte sich unsere Regionalliga-Reserve redlich. Bei der Anzahl bereits verwarnter Wacker-Akteure auf dem Platz hätte man eigentlich die Uhr danach stellen können, wann jemand die Ampelkarte zu sehen bekommt. Dieses passierte aber nicht. In der Schlußviertelstunde sorgten kleinere Nickligkeiten immer wieder für Unterbrechungen und emotionale Situationen. Die letzte Aktion einer galligen Partie hatte Seturidze in der Nachspielzeit. Da er in höchster Not die Kugel noch von der Torlinie kratzte, sicherte seine Geistesgegenwärtigkeit Einheit Rudolstadt die 3 Punkte. Dann ertönte der Schlußpfiff. Die 82 Zuschauer im weiten Rund bejubelten den vierten Sieg ihrer Mannschaft. Die Seeland-Elf hatte sich was vorgenommen, musste sich aber am Ende knapp geschlagen geben. Bereits am kommenden Wochenende besteht gegen den Ludwigsfelder FC die Möglichkeit, eine Reaktion auf diese Niederlage zu zeigen. 

FC Einheit Rudolstadt: Adam Marczuk (TW), Lukas Schirrmeister (89. Lukas Hodek), Markus Güttich, Mateusz Lukasz Szymanski, Arne Reetz (71. Max Gehrmann), Philipp Röppnack, Raul Victor Xavier Amaro, Marco Riemer (C), Georg Kaiser, Sven Rupprecht (90+3. Leonard Gehrmann), George Seturidze. 

FSV Wacker 90 Nordhausen II: Josip Jokanovic (TW), Nils Pfingsten-Reddig, Leon Gümpel, Felix Müller (63. Florian Schröter), Marco Sailer (77. Leonard Meitzner), Paul Kirchner, Dino Medjedovic, Erik Schneider, Felix Schwerdt (C), Mateo Andacic, Robin Fluß. 

Tore: 1:0 Lukas Schirrmeister (57.).

Zuschauer: 82

Trainerstimmen: 

Holger Jähnisch: (FC Einheit Rudolstadt): „Wir sind heute extrem glücklich, dass wir endlich gewonnen haben. In der ersten Halbzeit haben wir uns, ähnlich wie beim letzten Heimspiel, mit einer guten Spielanlage präsentiert. Aber wir haben erneut gute Möglichkeiten nicht genutzt. Das war wieder ein Spiegelbild der letzten Begegnungen.“ 

Philipp Seeland (FSV Wacker 90 Nordhausen II): „Wir haben nicht das geschafft umzusetzen, was wir uns vorgenommen hatten. Wir haben Glück gehabt, dass es nicht schon zur Pause 1:0 steht. In der zweiten Halbzeit hatten wir das Spiel besser im Griff. Dann bekommen wir mit der ersten Kontersituation das Gegentor, was für uns zu diesem Zeitpunkt absolut ärgerlich war. In der Nachsspielzeit hätten wir mit etwas Glück noch den Lucky Punch setzen können. Das ist uns nicht gelungen.“